Surftipps September 2015

Hier findest du meine Surftipps aus dem September 2015, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Ich habe einen Lebensabschnittsjob – „Karrieren verlaufen heutzutage nicht mehr geradlinig wie in den Generationen vor uns. Es gibt keine Jobsicherheit mehr. Die Digitalisierung sorgt dafür, dass Berufsbilder aussterben und ganz neue entstehen. Genauso wie es vermehrt Lebensabschnittspartner gibt, gibt es auch vermehrt Lebensabschnittsjobs. Klassische Lebensläufe werden seltener. Karrieren als Einbahnstraße, auf der wir uns Schritt für Schritt nach oben kämpfen, sind ein Auslaufmodell. Portfoliojobs, eine berufliche Tätigkeit basierend auf mehreren Standbeinen, sind im Kommen. Wir werden in Zukunft im Laufe unseres Lebens mehrmals beruflich durchstarten, uns öfter neu erfinden müssen. Das erfordert Gelassenheit. Denn wir haben die Freiheit, einmal eingeschlagene Wege zu verändern.“

Einstieg in den Journalismus – „Was sollten Geisteswissenschaftler machen, die in den Journalismus wollen? Schreiben, schreiben, schreiben. Also Inhalte generieren und veröffentlichen. Wer dabei feststellt, dass er für fünf Seiten fünf Tage benötigt, sollte mal darüber nachdenken, ob das wirklich der richtige Job für ihn ist. Wir beim Wissenschaftsladen würden uns übrigens auch darüber freuen, von jungen Menschen Themen angeboten zu bekommen. Die Themen müssten allerdings schon etwas Besonderes sein. Neue Berufsbereiche für Geisteswissenschaftler beispielsweise wäre ein schönes Thema. Oder der Einstieg nach dem Studium oder auch ein Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, wie man damit klarkommt, zum gebildeten Prekariat zu gehören.“

Job-Absage? 10 Tipps gegen akuten Bewerbungsfrust – „Wieder die Jobbörsen rauf und runter scrollen und die nächsten 20 Bewerbungen rausschicken. Mit jeder Absage rutschst du tiefer und tiefer in der Frustspirale nach unten. Du sehnst dich danach, endlich irgendeinen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben zu dürfen. Doch was kannst du überhaupt noch tun? Dich will ja niemand. Du bist nicht gut genug. Du wirst bestimmt nie wieder einen Job finden. Denn du bist dir sicher, Du hast ja inzwischen schon alles probiert. Wirklich alles …?“

Promoviert und ohne Job? So klappt der Berufseinstieg – „Mit Ihrem Titel sind Sie überall dort gerne gesehen, wo Prestige und Ansehen sowie Seriosität und Vertrauen eine große Rolle spielen. Und auch dort, wo Sie als Mitarbeiter eines Unternehmens viel mit anderen Promovierten zu tun haben – egal, ob innerhalb des Unternehmens oder im Kontakt mit externen Kunden oder Dienstleistern.“

Keine Macht dem Schachtelsatz – „„Wenn du deiner Großmutter nicht erklären kannst, was du tust, dann hast du es vielleicht selbst nicht ganz verstanden.“ Dieser Ausspruch wurde schon einigen Wissenschaftlern in den Mund gelegt. Der berühmteste unter ihnen ist Albert Einstein. Welches Genie hier tatsächlich gesprochen hat, ist zweitrangig. Wichtiger ist die Botschaft: Wenn der Zuhörer ein Thema nicht versteht, dann liegt es in der Regel nicht an seinem mangelnden Intellekt, sondern viel öfter am fehlenden Erklärungsvermögen seines Gegenüber.“

Warum du als Berufseinsteiger ein Barcamp besuchen solltest – Ein Tipp, den ich auch gern in meinen Vorträgen und Workshops weitergebe: Barcamps sind wirklich eine super Möglichkeit für wenig Geld viel zu lernen und vor allem sein Netzwerk auszubauen.

Warum in der Arbeitswelt 4.0 soziale Kompetenzen so wichtig sind – „Dienst nach Vorschrift zu machen, wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Gefragt sein wird, wer weiter denkt, Dinge weiter entwickelt, neue Ideen hat und sie gleich selbst umsetzt. Dafür müssen allerdings alle – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – lernen, dass es auch erlaubt sein darf, Fehler zu machen, von vorne anzufangen und den Durchbruch erst beim zweiten oder dritten Mal zu schaffen.“

Bewerbungsschreiben. Wieviel Klartext ist erlaubt? – „Die folgenden 13 Themen gehören aus meiner Sicht in ein Anschreiben, mit dem Sie sich heute definitiv von der Masse der 08/15-Bewerbungen abheben. Mit diesem sehr persönlichen Anschreiben werden Sie bei solchen Unternehmen punkten, deren Kultur durch Menschen, ihre Werte und Persönlichkeiten geprägt ist.“

Berufsperspektiven für Geisteswissenschaftler: How low can you go? – „Gerade im Bereich Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit/ Social Media klafft im Kultur- und Bildungsbereich eine große Lücke zwischen Volontariaten und Anschlusstellen. Wie zu Beginn erwähnt, scheint hier die Überlegung zu bestehen: Warum sollte man für etwas mehr Geld ausgeben, das man günstiger haben kann? Man betraut Praktikanten mit dem Community Management, Volontäre erarbeiten ganze Social Media Strategien und App-Konzeptionen. Häufig sind es zudem nicht die Institutionen, die ihre “Auszubildenden” qualifizieren, sondern es sind die Praktikanten und Volontäre, von deren Social Media Kompetenz profitiert wird. Statt ausgebildet zu werden (mit einer Vergütung unter dem Mindestlohn), ist in einigen Institutionen das Verhältnis eher umgekehrt: Der Praktikant erklärt den Mitarbeitern Twitter und der Volontär arbeitet andere in WordPress ein.“

Im Land der Einhörner – Das Mindestlohn- Praktikum – In einem fernen wunderschönen Land, in dem Einhörner über rosa Wolken galoppieren, gibt es sie: Geisteswissenschaftler, die für ein Praktikum im Bildungs- und Kulturbereich den Mindestlohn bekommen. Pro Monat fast 1.500 Euro – mitunter ist das mehr, als so mancher Promovierte in einem Volontariat erhält. Doch gibt es diese Praktikanten wirklich? Kennt zumindest jemand eine Person, die von jemandem gehört hat, dessen Cousine mal mit jemandem in einem Seminar war, dessen Bruder angeblich usw. … ?

Blogger und Journalisten: Zeit für neue Diskussionen – „30 Jahre später gibt es immer noch Journalisten, die der Meinung sind, dass Blogger (und da schließe ich Online Publizierende ein), also dass Blogger Amateure sind. „Bloggen ist kein Journalismus“. So hieß es auch auf der Podiumsdiskussion beim BLL im September 2015. Darauf will ich nichts mehr erwidern. Aufregen hat keinen Sinn. Wer nicht verstanden hat, dass guter Journalismus nicht mit dem Medium zusammenhängt, dem ist nicht zu helfen.“

Diese fünf Dinge sind für den Lebenslauf wirklich wichtig – „Ganz wichtig: Ausbildung, Arbeitserfahrung und wichtige berufliche Qualifikationen müssen auf einen Blick zu finden sein – und nicht erst auf den dritten.
Wer sich unsicher ist, sollte den Lebenslauf von einer anderen Person überfliegen und sich danach sagen lassen, was hängengeblieben ist. Mit diesem Test merkt man ganz schnell, ob der gewählte Aufbau der richtige ist.“

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