Der Ghostwriter-Report: Abschlussarbeiten gegen Geld

Es gibt Agenturen, die verkaufen Haus- und Abschlussarbeiten an Studenten. 20 Seiten gibt es ab 1348,35 Euro. Davon berichtet der „Ghostwriter-Report“ in ZEIT CAMPUS 3/2015. Besonders betroffen sind dabei Haus- und Abschlussarbeiten in den Geisteswissenschaften.

Im Interview spricht ZEIT CAMPUS-Redakteur Oskar Piegsa mit Lukas Scheid von Kölncampus, dem Kölner Uni-Radio, über seine Recherchen – und darüber, ob er beim Schreiben seines Reports Gewissensbisse hatte. Es ist ein Ausschnitt des Interviews, das am 15. April 2015 auf Kölncampus ausgestrahlt wurde.

Die Frage nach einem Verbot, die im Interview angeschnitten wird, wurde von ZEIT CAMPUS ausführlicher mit Michael Hartmer vom Deutschen Hochschulverband diskutiert: http://www.zeit.de/studium/2015-04/betrug-ghostwriter-michael-hartmer-hochschulverband-verbot

Mehr Infos zu Kölncampus (und einen Live-Stream) gibt es unter www.koelncampus.com.

There are 3 comments

  1. Felix

    Dass die Geisteswissenschaften besonders von Ghostwriting betroffen seien, geht aus dem Report nicht hervor und dürfte auch nicht stimmen. Es dürften v.a. die Fächer wie BWL, Jura etc. sein.

  2. v. Raithenstedt

    Ohne Frage stehen Studierende heute ganz anderen Herausforderungen gegenüber, als das noch vor 10 oder 20 Jahren der Fall war. Die Bologna-Reform hat vieles verändert und der Druck auf Studenten ist größer geworden. Zum universitären Druck kommt der Stress, den viele Studentinnen und Studenten aus ihrem familiären Umfeld bekommen und die Frage, worum es hier in diesem Blog geht: „Was mache ich nach meinem Studium“ immer im Raum steht. Denn auch die Studierendenzahlen haben zugenommen und mehr Bewerberinnen und Bewerber als noch vor einer Dekade drängen auf den Arbeitsmarkt. Als an einer Uni Lehrender weiß ich mehr als genug um diese komplexen Zusammenhänge und als Insider bezügl. des Ghostwriting begegnen mir wöchentlich mehrere solcher Fälle, in denen Studenten denken, es geht nicht mehr weiter und kurz davor sind, die bisher erreichten Ziele in Frage zu stellen und alles hinzuwerfen. Vom rechtlichen Aspekt abgesehen sollte man doch aber die Frage stellen, ob denn wirklich alles, was zuvor geleistet wurde, einzig und allein mit dieser einen akademischen Arbeit in Frage gestellt werden solle oder man sich nicht doch erfahrene Unterstützung holt, um das Studium, sei es in einem Bachelor- oder ein Masterstudiengang, erfolgreich abzuschließen.

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