Arbeiten mit Evernote

Quelle: https://www.facebook.com/evernote.de

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Ich kenne Evernote eigentlich schon eine ganze Weile, aber ich habe erst in den letzten Wochen begonnen intensiv mit dem Programm zu arbeiten. Und weil ich wirklich begeistert von dessen Funktionalität bin, möchte ich euch Evernote nun als persönlichen Tooltipp vorstellen.

Was ist Evernote?

Wikipedia sagt „Evernote ist eine Software- und Webanwendung, die das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in verschiedenen Formaten unterstützt.“ und bringt es damit tatsächlich auf den Punkt. Man kann Evernote als Programm auf dem Laptop / PC  installieren, als App auf dem Smartphone oder Tablet oder sein Benutzerkonto über den Browser aufrufen. Und es funktioniert quasi als digitales Notizbuch.

Was kann Evernote?

Die Frage sollte vielleicht besser heißen „Was kann Evernote nicht?“. Die Kernfunktion liegt darin, dass man digitale Notizbücher anlegen kann, die auf dem Server von Evernote gespeichert werden und damit dezentral abrufbar sind – also egal wo ich bin habe ich Zugriff auf meine Daten. Diese digitalen Notizbücher füllt man mit einzelnen Notizen, die wie Artikel angelegt sind. Man kann sie mit Schlagwörtern versehen, Erinnerungen einstellen, Inhalte im Präsentationsmodus vorstellen und mit anderen Evernotenutzern Notizen oder ganze Notizbücher teilen. Das bedeutet auch kollaboratives Arbeiten ist hier möglich. Zudem kann man nicht nur schriftliche Notizen einpflegen, sondern auch handschriftliche Notizen (mit einem Stift), Audio- und Videonotizen sowie Screenshots. Und jeder Notiz kann man noch einmal multimediale Daten hinzufügen wie z.B. Links, Fotos, Dokumente, Videos und Audiodateien. Also alles, was digital verfügbar ist, lässt sich in Evernote sammeln.

Warum sollte ich Evernote nutzen?

Ich finde diese Frage sehr wichtig, denn obwohl Evernote umglaublich viel kann, habe ich mich auch lange Zeit gefragt, was genau ich mit all den Funktionen jetzt anfangen soll und für welche Lebensbereiche das Programm sinnvoll sein kann. Schließlich haben die meisten von uns ja schon so ihre Gewohnheiten, wie sie Informationen sammeln und vor allem wo. Mein Anstoß Evernote intensiver zu nutzen war der Wunsch gewisse Informationen an einem Ort in einem Programm zu sammeln und nicht mehr verstreut über viele Anwendungen. Dabei haben sich für mich folgende Bereiche herauskristalisiert:

Geisteswirtschaft

Ich sammel in Evernote all meine Ideen rund um diesen Blog hier. Von Linktipps über Literatur, die ich vorstellen möchte, Artikelideen bis hin zu allgemeinen ToDos. Je nach dem wie reif die einzelnen Ideen sind, fügte ich Stichpunkte, Links, Bilder oder Zitate zu den einzelnen Notizen.

Privatleben

Hier sammel ich z.B. in einem Artikel meine privaten Wünsche und Vorhaben (Italienisch lernen!), welche Orte / Locations ich einmal besuchen möchte oder lege Packlisten für die nächste Heimreise ins Ruhrgebiet an.

Uni

Diesen Punkt finde ich besonders wichtig, denn Evernote ist ein geniales Tool um sein Studium zu managen und vor allem zu dokumentieren. Stellt euch vor, ich würdest für jede Veranstaltung, die ihr an der Uni besucht, ein Notizbuch anlegen. Ihr könntet eure Mitschriebe dort einpflegen, Handouts der Kommilitonen, Stichpunkte für die geplante Hausarbeit usw. Am Ende des Semesters könntet ihr sogar eine Zusammenfassung jeder Veranstaltung schreiben: Was habe ich gelernt? Was war gut? Was war schlecht? Welche Literatur wurde empfohlen? Ihr könnt eure Notizen mit Stichpunkten versehen und wärt später in der Lage euren Informationspool gezielt nach Themen zu durchsuchen wie z.B. „Lyrik“ oder bestimmte Autoren. Wer sich konsequent ein Studium lang die Mühe macht, hätte am Ende den Erfahrungsschatz seiner gesamten Unizeit mit einem Mausklick abrufbar. Ich finde das ist Gold wert – denn seien wir mal ehrlich: Viele Inhalte sind doch nach spätestens einem Semester wieder vergessen, oder?

Wissensquellen

In dieser Rubrik sammel ich interessante Artikel aus dem Internet (die man mit dem Evernote Webclipper direkt vom Browser aus als Notiz speichern kann), PDFs die ich schon immer mal lesen wollte und Links zu Online-Lernplattformen.

Bücher

Ähnlich wie bei der Rubrik Uni habe ich mir vorgenommen, meine gelesenen Bücher hier zu dokumentieren. Damit meine ich keine Belletristik sondern Sach- & Fachbücher. Bei der Informationsflut, der ich täglich ausgesetzt bin, vergesse ich leider vieles oder erinnere mich nicht mehr an alle Details. Also möchte ich das Wichtigste aus jedem Buch festhalten: Was habe ich gelernt? Was waren die wichtigsten Fakten aus dem Buch? Lohnt es sich das Buch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zur Hand zu nehmen? Natürlich kann ich auch hier jedem Buch Schlagworte geben und somit sogar verfolgen, zu welchem Thema ich mir schon einen Wissensschatz angesammelt habe.

Berufliches

Bisher sammeln sich hier nur kleine Einträge wie eine Liste an potentiellen Jobs, Branchen und Firmen, die mich interessieren. Wer sich aber gerade in einem Bewerbungsprozess befindet, kann diesen auch über Evernote koordinieren. Zum Beispiel könnte man für jede Firma, bei der man sich bewirbt, eine Notiz anlegen. Dort hält man dann fest wann man sich beworben hat, wie man sich beworben hat (schriftlich, per Mail), mit wem man aus der Firma bereits Kontakt hatte sowie vorbereitende Stichpunkte für das Vorstellungsgespräch (Webseite und Social Media Kanäle der Firma, Firmenphilosophie, Kunden, warum man DER Kandidat ist für die Stelle, etc.).

Fazit

Ich persönlich bin sehr zufrieden mit Evernote und finde, dass man hier sehr viel geboten bekommt, dafür dass das Tool in seiner Standardausführung kostenlos ist (und die reicht für die oben genannten Anwendungen völlig aus). Die Kunst ist einfach die, für sich selbst herauszufinden für welche Lebensbereiche Evernote eine Hilfe sein kann. Weitere Anwendungsbeispiele von anderen Usern finden sich auf https://blog.evernote.com/de/. Eine schön gestaltete und übersichtliche Einführung gibt es auf https://evernote.com/intl/de/introduction/.

 

There is one comment

  1. Richard

    Ich finde Evernote auch super. Gerade zum Sammeln von Notizen und Dokumenten im Alltag klappt das echt gut. Was mir allerdings, da du den Punkt Uni und Geisteswissenschaften nennst, immer noch fehlt ist eine ordentliche Umsetzung von Luhmanns Zettelkastenmethodik. Habe es eine Zeitlang mit einem Workaround versucht, der mich aber nciht wirklich überzeugt hat. Da ich momentan meine Dokorarbeit schreibe habe ich mir dann nach einiger Zeit meine eigenen Gedanken gemacht und mich mit zwei Freunden aus einer Berliner Softwareschmiede zusammengetan. Vielleicht ist das Ergebnis ja für dich und deine Community hier interessant:  https://auratikum.de/bl Mich würde etwas Feedback sehr freuen!

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