Listen verwalten mit Wunderlist

Wunderlist

Bildquelle: https://www.wunderlist.com/de/

Momentan nutze ich zwei Tools um alles in meinem Leben zu verwalten und zwar Evernote und Wunderlist. Da ich euch Evernote bereits vorgestellt habe, folgt nun ein Beitrag dazu, wie und warum ich Wunderlist nutze.

Was ist Wunderlist?

Wunderlist ist eine kostenlose Software zur Verwaltung von Listen, Notizen und Aufgaben. Aufrufbar ist es als Programm auf dem Laptop / PC, als App auf dem Smartphone / Tablet sowie dezentral über den Browser. 

Was kann Wunderlist?

Wie der Name schon sagt liegt das Hauptaugenmerk von Wunderlist auf der Verwaltung von Listen (wodurch es sich auch von Evernote unterscheidet, wo es primär um die Verwaltung von Notizen geht). Das heißt man legt eine Liste an, z.B. die täglichen To Do´s und kann dann einzelne Unterpunkte einfügen, die man abarbeiten will. Solchen Unterpunkten kann man Dateien und Notizen hinzufügen oder sie in weitere Teilaufgaben gliedern. Zudem kann man sich an einzelne Punkte oder Aufgaben erinnern lassen oder ein Fälligkeitsdatum festlegen, an welchem Tag man sich damit beschäftigen möchte oder bis wann etwas erledigt sein muss. Wichtige Aufgaben kann man mit einem roten Fähnchen markieren um sie nicht aus dem Auge zu verlieren. Wenn ein Punkt erledigt ist, klickt man auf eine Art Checkfeld und die Aufgabe wird, begleitet von einem kleinen Klangeffekt, aus der Liste gestrichen. Und jeder von euch weiß wie unglaublich befriedigend es sein kann Punkte von einer To Do Liste zu streichen. ;)

Besonders praktisch ist die Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Wunderlist-Usern. So ist es möglich Listen gemeinsam zu nutzen und sich dadurch gegenseitig auf dem Laufenden zu halten welchen Status ein bestimmtes Projekt hat. Beispiel WG-Einkauf: Man legt eine Liste an, was eingekauft werden muss und jeder WG-Bewohner kann die Produkte wegstreichen, die er besorgt hat. So sind alle immer auf dem neusten Stand was für das gemeinsame Abendessen oder die WG-Party noch fehlt.

Warum sollte ich Wunderlist nutzen?

Wunderlist ist sicherlich nicht die einzig Listen-App auf dem Markt, aber ich schätze das schlichte Design und die einfache Funktionalität sehr. Ich nutze das Programm für private Dinge ebenso wie für den Job und die Uni.

Privatleben

Ich habe eine allgemeine, persönliche To Do Liste, in die ich alles schreibe, was so im Leben anfällt: Arzttermine machen, Haushaltsaufgaben, Bücher zurück in die Bibliothek bringen, usw. Mir passiert es sehr oft, dass ich gerade unterwegs bin oder viel zu tun habe und mir plötzlich einfällt, was ich noch erledigen wollte. In solchen Momenten schnapp ich mir dann schnell das Handy und packe den Punkt auf meine To Do Liste. So hab ich den Kopf wieder frei für andere Dinge und vergesse trotzdem nichts. Manchmal ergänze ich einzelne Aufgaben noch um eine Notiz, z.B. den Link zu einem bestimmten Onlineshop oder die Öffnungszeiten des Arztes.

Des weiteren führe ich eine Filmliste. Oftmals sehe ich irgendwo einen Trailer oder lese einen Artikel über einen Film und vergesse dann wieder, dass ich den doch sehen wollte. Also kommt er auf meine Film To Do Liste und wenn ich ich mal Zeit und Lust auf einen Film habe, dann greife ich auf meine Auswahl zurück. Passenderweise kommt noch der Link zum Trailer als Notiz dazu und fertig. Das selbe könnte man natürlich auch mit Büchern machen (die ich persönlich aber über Evernote verwalte).

Ebenfalls praktisch: Eine Liste von Dingen, die ich geliehen oder verliehen habe mit Notiz wem es gehört oder wohin es entschwunden ist.

Beruflich

Ich habe zwei Nebenjobs, die ich beide über Wunderlist verwalte. Das heißt alle Aufgaben, die ich so reinbekomme, kommen auf die jeweilige Liste und werden dann von mir nach Priorität sortiert. Diese Sortierung mache ich im übrigen bei jeder Liste – das heißt der wichtigste Punkt kommt ganz nach oben, alles andere nach Wichtigkeit gestaffelt dadrunter. Wenn es Deadlines für gewisse Aufgaben gibt, pflege ich die auch direkt ein und zur Sicherheit noch eine Erinnerung damit auch ja nichts verloren geht. So halte ich immer den Überblick was noch alles ansteht und vor allem was zeitnah erledigt werden muss. In einem meiner Jobs nutzt mein Chef ebenfalls Wunderlist – das heißt wir verwalten meine Aufgabenliste gemeinsam und ich sehe sofort wenn er einen neuen Punkt hinzugefügt hat. Und umgekehrt hat er im Blick was ich schon alles erledigt habe. Das kann einen Haufen unnötiger E-Mails sparen.

Uni

In meine Uniliste schreibe ich alles, was ich für die Uni zu tun habe – jedes Referat, jede Hausarbeit, jedes Protokoll. Alles schön versehen mit den Abgabeterminen und ggf. Notizen wie den jeweiligen Sprechzeiten des Dozenten oder Stichpunkte zum Inhalt der Arbeit. Durch die Möglichkeit die Reihenfolge der Punkte nach Priorität zu sortieren, kann ich mir einen geschickten Arbeitsplan anlegen und weiß immer was ich als nächstes angehen sollte. Schön ist hier auch die Möglichkeit Teilaufgaben hinzuzufügen. So kann ich den Punkt „Referat ausarbeiten“ z.B. in „Quellenrecherche“, „Ablaufplan“, „Referat ausarbeiten“, „Handout gestalten“, „Power Point gestalten“, „Vortrag üben“ und „Handout rumschicken“ unterteilen. Wer also ein Freund von stabsmäßiger Planung ist, wird hier sicher sein Glück finden.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Listenverwaltung über Wunderlist. Besonders die Möglichkeit „mal eben schnell“ von unterwegs Aufgaben festhalten zu können, macht das Programm so wertvoll für mich. Und die Erinnerungsfunktion („Geschenk für Tina kaufen“) hat mir auch schon viele Dienste erwiesen. Im Grunde ist eurer Fantasie keine Grenze gesetzt – legt Listen an mit Dingen die ihr schon immer einmal tun wolltet, mit Firmen die euch interessieren, mit Punkten die unbedingt im Bewerbungsanschreiben ihre Erwähnung finden sollten oder mit den Zutaten einzelner Kochrezepte.

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