Studieren im Quadrat – die Ratgeberreihe von UVK

Studieren im Quadrat – so heißt die Ratgeberreihe von UVK, in der sich alle Titel rund um das erfolgreiche Studium bzw. den erfolgreichen Berufseinstieg drehen. Ich habe mir vier der Titel einmal genauer angeschaut und möchte sie euch im Folgenden einmal vorstellen.


Mein Praktikum – bewerben, einsteigen, aufsteigen

Um Praktika kommt heut zu Tage sicher kein Student mehr herum, völlig unabhängig vom Studienfach. Oftmals sind Praktika bereits im Studienplan vorgesehen, aber selbst wenn das nicht der Fall ist, sind Praxiserfahrungen so oder so IMMER ein Gewinn für den eigenen Erfahrungsschatz und natürlich den Lebenslauf.

Der Ratgeber „Mein Praktikum – bewerben, einsteigen, aufsteigen“ von Michael Bloss richtet sich an alle, die vorhaben ein Praktikum zu machen und vielleicht noch unsicher sind, was sie dort erwartet oder auch was das Praktikum ihnen für den weiteren Lebensweg bringen kann. Nicht selten ergeben sich aus Praktikumsstellen neben wertvollen Praxiserfahrungen auch neue Kontakte sowie die Möglichkeit, nach dem Praktikum zum Beispiel als Werkstudent weiter im Unternehmen zu arbeiten. Es macht also absolut Sinn, sich vor einem Praktikum, auch wenn es ein verpflichtender Bestandteil des Studiums ist, zu informieren, was einen erwartet und wie man das für sich Beste aus dieser Zeit herausziehen kann.

Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt Financial Engineering und International Finance an Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU), Nürtingen-Geislingen, sowie an der Vancouver Island University, B.C. Canada. Und auch wenn sein Tätigkeitsfeld es nicht vermuten lässt, so ist der Ratgeber durchaus locker und ansprechend aufgebaut und lädt durch seine gute Struktur auch zum Querlesen und Nachschlagen ein. Der Leser wird eingangs abgeholt, indem zuerst einmal die Frage geklärt wird, welche Idee und welcher Sinn hinter einem Praktikum stecken und leitet dann weiter zu den von Bloss definierten „Sechs Phasen eines Praktikums“: Die Entscheidungsphase, die Bewerbungsphase, die Start- und Orientierungsphase, der Alltag im Praktikum sowie die Verabschiedung. Dabei geht er ganz simplen aber essenziellen Fragen nach wie beispielsweise „Wie gehe ich mit den neuen Kollegen um?“ oder „Wie lerne ich Nein zu sagen?“. Auch wichtigen Faktoren wie das Arbeitszeugnis kommen hier zur Sprache – ein Punkt der gern von Studierenden unterschätzt wird. Am Ende erwarten den Leser Interviews mit Führungskräften wie auch Praktikanten, die noch einmal wichtige Tipps aus ihrer Praxis geben.

Mein Praktikum – bewerben, einsteigen, aufsteigen
von Michael Bloss
224 Seiten // 18,00 € // ISBN: 978-3-86764-700-7


Erfolgreich gründen – Start-up im Studium

Ich bin ja tatsächlich ein großer Fan davon, während des Studiums unternehmerische Erfahrungen zu sammeln. Ich habe selbst als Hilfskraft für eine Gründerberatung gearbeitet und bin bis heute neben meiner Festanstellung auch selbstständig. Man lernt so viel dabei wenn man sich selbstständig macht, erweitert sein Netzwerk und hat die Freiheit Ideen umzusetzen, die in einer Anstellung so selten möglich sind.

In dem Ratgeber „Erfolgreich gründen – Start-up im Studium“ gehen die Autoren Claudia Ossola-Haring und Alexander Dürr ganz konkret darauf ein, wie man den Sprung in die Selbstständigkeit schafft: welche Vorbereitungen zu treffen sind, wie man einen Businessplan schreibt, welche Gründungs- und Finanzierungsformen es gibt und was man in Sachen Steuern beachten muss. Insgesamt wird wenig um den heißen Brei herumgeredet. Das heißt der Leser bekommt geballte Infos rund um das Thema, begleitet von Checklisten, Tabellen und Stichpunkten, die alles übersichtlich auf den Punkt bringen. Und das Schöne ist: der Ratgeber zeigt, dass man als Gründer nicht zwangsläufig BWL oder Wirtschaftswissenschaften studiert haben muss. Denn das, was man wirklich wissen muss, kann man sich durchaus selbst aneignen.

Erfolgreich gründen – Start-up im Studium
von Claudia Ossola-Haring und Alexander Dürr
208 Seiten // 18,00 € // ISBN: 978-3-86764-702-1


Vom Studenten zum Chef

Geisteswissenschaftler und Führungspositionen sind ja immer so eine Sache. Ich habe oft das Gefühl, dass der Großteil der Geisteswissenschaftler gar nicht mit dem Gedanken spielt mal eine Führungsposition einnehmen zu wollen. Das ist an sich auch völlig in Ordnung, irgendwo aber auch schade, da Geisteswissenschaftler vermutlich einen anderen Führungsstil hätten als andere Fachrichtungen. Und das ist wiederum ganz spannend.

Wer sich also mit dem Gedanken anfreunden kann, irgendwann eine Führungskraft zu sein, für den lohnt sich ein Blick in den Ratgeber „Vom Studenten zum Chef“ von Christof Seeger und Thomas Breyer-Mayländer. Hier wird sich auf ganz verschiedenen Ebenen mit der Frage auseinandergesetzt, ob man als Führungskraft geeignet ist, welche Aufstiegswege es gibt und wie eine gute Führung überhaupt konkret aussehen sollte, beispielsweise in Bezug auf Führungsstil, Motivationsfähigkeit, Kommunikation, Konfliktbewältigung und auch Wertvorstellungen. Ganz wichtig ist hier vor allem auch die Frage: Was kann ich im Studium bereits tun, um mich auf eine Führungsposition vorzubereiten? Und das ist mehr, als man zu Anfang glauben würde. Seeger und Breyer-Mayländer reflektiere hier verschiedene Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten, die bereits während des Studiums die eigenen Führungskompetenzen schulen.

Ich denke jeder hatte schon einmal einen Vorgesetzten, bei dem er unzufrieden war oder sich dachte „Wenn ich den Job hätte, würde ich dies und jenes anders machen.“ Chef sein stellt man sich immer einfacher vor als es am Ende wirklich ist. Und unabhängig dessen, ob man sich einmal als Führungskraft sieht, zeigt dieses Buch auf, was es eigentlich bedeutet ein Team zu führen und vor allem gut zu führen. Das Buch gibt Einblicke, wie unsere Arbeitswelt funktioniert. Also auch spannend für alle, die beispielsweise im Personalmanagement arbeiten wollen.

Vom Studenten zum Chef
von Christof Seeger und Thomas Breyer-Mayländer
248 Seiten // 18,00 € // ISBN: 978-3-86764-701-4


Don’t Panic! Studienabbruch als Chance

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen ein Studium beginnen und während dessen merken, dass ihre Wahl leider doch nicht so glücklich war und der Studiengang ihnen nicht das bietet, was sie sich vorgestellt haben. Oder auch mal private Ereignisse den Studierenden einen Strich durch die Rechnung machen, sodass man abwägt, ob ein Studienabbruch nicht die bessere Entscheidung wäre. Ich weiß, dass viele Angst vor solchen Brüchen in ihrem Lebenslauf haben und jeder das Bild vor Augen hat, dass nur ein konsequenter roter Faden im Lebenslauf auch zum Erfolg führt. „Don’t Panic! Studienabbruch als Chance“ von Peter Piolot möchte Betroffenen diese Angst nehmen und systematisch Wege aufzeigen, wie es weitergehen kann, wenn man mit dem eigenen Studiengang hadert.

Peter Piolot arbeitet in der Zentralen Studienberatung der Universität zu Köln und weiß, dass vieles im Leben nicht immer nach Plan läuft. In seinem Ratgeber geht er davon aus, dass seine Leser gerade vor der Entscheidung stehen, ob sie ihr Studium abbrechen und sich für diese Entscheidung einen Überblick über die weiteren Möglichkeiten einholen wollen. Dabei gibt es letztendlich drei Wege, die man einschlagen kann: 1) Weitermachen und Wege finden, wie man sein Studium trotz aller Zweifel und Probleme beenden kann. 2) Das Fach wechseln und ein Studium aufnehmen, für das man sich besser eignet. 3) Oder vorzeitig in das Berufsleben wechseln.

Die ersten Kapitel beschäftigen sich damit, die Ausgangssituation zu analysieren um eine gute und sinnvolle Entscheiden treffen zu können. Man muss sich vor Augen halten, wo genau das Problem liegt und den Mut aufbringen, eine verbindliche Entscheidung zu treffen, anstatt diese immer wieder aufzuschieben und in der Unzufriedenheit zu verharren. Die weiteren Kapitel gehen dann konkret auf die drei Lösungswege ein und zeigen auf, was die jeweiligen Vor- und Nachteile bzw. Hürden sein könnten, aber auch, wie man diese löst. Das Schöne ist: Der Ratgeber ermahnt nicht, sondern zeigt auf, dass ein Studienabbruch kein Weltuntergang ist. Festzustellen, dass man einen falschen Weg gegangen ist um dann einen neuen Weg einzuschlagen, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Denn dazu gehört Mut und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Don’t Panic! Studienabbruch als Chance
von Peter Piolot
216 Seiten // 18,00 € // ISBN: 978-3-86764-704-5

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