Surftipps April bis Juli 2016

Hier findest du meine Surftipps aus von April bis Juli 2016, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Was du wissen musst, wenn du Social Media für deine Karriere nutzen willst – „“Viele verzichten darauf, ihr berufliches Profil durch die Nutzung von sozialen Medien sichtbarer zu machen, weil sie Angst vor Fehlern haben. Aber was kann wirklich schief gehen? Frag dich einmal, was das Schlimmste wäre, das du falsch machen kannst und dir die Jobsuche ruinieren könnte. Ja, ein Lebenslauf sollte keine Rechtschreibfehler aufweisen, aber Tippfehler in Tweets passieren jedem. Und selbst wenn du einmal etwas Falsches getippt haben solltest, kannst du es im nächsten Update korrigieren. Zu Fehlern zu stehen und zu zeigen, dass man dazu lernen möchte, ist eine gute Eigenschaft. Und niemand, der soziale Medien heute gut nutzt, hat als Profi begonnen.“

Angriff auf die freien Denker – „Der Professor weiß noch genau, wie es ihm kalt den Rücken herunterlief, als er diesen „bösen Brief“ aus seinem Postfach holte. Das Schreiben forderte Keiichi Aizawa, Leiter der germanistischen Fakultät der Universität Tsukuba auf, sein Institut solle eine „praktischere Bildung anbieten, die besser auf die Notwendigkeiten der Gesellschaft eingestellt“ ist. Die Wörter „Geistes- und Sozialwissenschaften“ fand er zusammen in einem Satz mit dem Verb „abschaffen“. Unterschrieben hatte der damalige Bildungsminister Hakubun Shimomura. Er hatte sich nicht nur an die nördlich von Tokio liegende Universität Tsukuba gewandt, 60 weitere staatliche Universitäten erhielten den Brief.“

Der erste Eindruck! So überzeugt man sein Gegenüber in Sekunden – „Wer zu einer Netzwerkveranstaltung oder einem Meeting geht, der will selbstbewusst und positiv auf andere wirken. Leicht gesagt, wenn man eigentlich nicht so recht weiß, was auf einen zu kommt. Aber davon sollte man sich nicht verunsichern lassen, denn den anderen geht es in der Regel ganz genau so. Jetzt könnte man sich einfach wie ein Mantra vorsagen, dass man ganz großartig ist. Viel wirkungsvoller als solch eine Phrase ist es aber, wenn man sich einen Moment in Erinnerung ruft, in dem man etwas wichtiges gemeistert hat.“

Roboterjournalismus: Interview mit Saim Rolf Alkan von aexea – „Je länger wir uns mit dem Thema beschäftigen, desto komplexer werden die Texte, die generiert werden können. Zwar würde ich einen Quartalsbericht nicht unbedingt als einen nicht-komplexen Text klassifizieren, aber ich gebe Ihnen Recht, da ist noch viel Luft nach oben. Schon jetzt gehen wir davon aus, dass wir ca. 50% der Inhalte aus Tageszeitungen automatisieren können. Das Feuilleton werden wir aber wohl eher kaum mit automatisierten Texten bestücken, in den Ressorts Wirtschaft, Finanzen, Sport sowie im Regional- und Lokalteil wird man diese aber ganz sicher vorfinden.“

Was ist eigentlich ein BarCamp? – „Bevor ich euch vielleicht über die ein oder andere Session erzähle, die ich besucht habe, stellt sich für den ein oder anderen von euch vielleicht die Frage, wovon ich eigentlich spreche. BarCamp? Das hat weder etwas mit einer Bar um die Ecke oder mit einem Campingplatz zu tun. Ich möchte es euch einfach kurz erläutern. Ein BarCamp ist eine sogenannte Unkonferenz. Das bedeutet, dass im Grunde genommen nur der Ort und der zeitliche Ablauf feststehen, nicht aber die Themen der einzelnen Sessions (=Workshops, Diskussionen) und die Referenten.“

Mein Weg als Geisteswissenschaftlerin in die Wirtschaft – „Kürzlich wurde ich für ein Projekt der Uni Stuttgart zu Berufsfeldern für Geisteswissenschaftler von zwei Studentinnen interviewt. Da mir das Thema sehr am Herzen liegt habe ich meinen Weg und meine Erfahrungen als Geisteswissenschaftlerin in der Wirtschaft im Folgenden mal zusammen gefasst. Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen dazu motivieren kann, auch mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss den Einstieg in die Wirtschaft zu wagen.“

Der verflixte erste Satz im Bewerbungsschreiben: so steigst du mit einem Knaller ein – „Du scannst die Stellenanzeige auf eine Anforderung, die du besonders gut erfüllst, und steigst ein, indem du deine Kompetenz eindrucksvoll untermalst. Wenn also eine Eventmanagerin mit großem Organisationstalent gesucht wird: „Nicht nur meine Freunde sagen mir, sie würden das Datum meiner privaten Poetry-Salons jeden Monat rot im Kalender anstreichen: Seit mehr als vier Jahren ist es auch beruflich meine Leidenschaft, Veranstaltungen wie Konferenzen, Galas und Dinner so zu gestalten, dass die Besucher beim nächsten Mal unbedingt wieder dabei sein wollen. Diese Leidenschaft würde ich sehr gerne in Zukunft bei xy einbringen….“. Du hast klargemacht, dass du tatsächlich, nämlich auch privat, für das brennst, was du tust, und du hast deine Passion mit einer Stellenanforderung verknüpft.

Willkommen, ihr Vollpfosten! – „Der Verein Deutsche Sprache kürte den Duden 2013 zum „Sprachpanscher des Jahres“, dessen Vorsitzender Walter Krämer bezeichnete ihn gar als „große Hure“. Carstens ficht das nicht an. „Fatal wäre es, als Gralshüter der Sprache irrelevant zu werden.“ Er lobt seine Redaktion als Hüterin eines gewaltigen Wortschatzes und hat allerlei Ideen, was man aus dem noch machen könnte.“

Selbstmarketing ist nichts für dich? Warum du dich von dieser Ansicht verabschieden solltest – „Auch, wenn deine Webpräsenz nicht negativ ausfällt, ist eine quasi nicht vorhandene Präsenz auch nicht wirklich positiv.“

Miriam Meckel: „Du musst nicht allein die Welt verändern“ – „Die 48-Jährige ist aktuell Chefredakteurin der Wirtschaftswoche und damit in eine Männerdomäne vorgestoßen. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin war zuvor Professorin für Corporate Communication und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen und hat diese Rollen auch nach wie vor inne. Ihre Berufslaufbahn begann Meckel als Journalistin und hat auch Erfahrung in der Politik gesammelt: 2001 wurde sie Staatssekretärin in Nordrhein-Westfalen, zunächst als Regierungssprecherin dann als Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien.“

Geisteswissenschaftler gründen erfolgreich – „Geisteswissenschaftler haben einen anderen Blickwinkel auf die Probleme und Bedürfnisse der Gesellschaft als Wirtschaftswissenschaftler. Außerdem bekommen Geisteswissenschaftler eine wichtige Kompetenz in ihrem Studium vermittelt – Geduld.“

Jobs für Historiker – „Gute Chancen haben indes Bewerber/innen, die Praxiserfahrungen gesammelt haben, sei es durch Praktika oder als studentische Hilfskraft, und gut auf das Stellenprofil passen. Wer es letztendlich in die Vorstellungsrunde schafft, der sollte sich gut darauf vorbereiten, sagt Overath. „Die Bewerber sollten auf jeden Fall das Haus und seine Philosophie kennen“, erklärt sie. Rund 200 Bewerbungen erhält sie auf jede Volontärstelle. Bei anderen Stellenangeboten sind es noch mehr.“

Denker wird Manager – „Ähnliches berichtet Kerstin Alfes, Professorin für Organisation und Personalmanagement an der ESCP Europe Berlin. „Geisteswissenschaftler sind sehr gut darin, Sachzusammenhänge zu analysieren“, sagt sie. „Im Vergleich zu BWLern stellen sie Kosten-Nutzen-Aspekte weniger stark in den Vordergrund.“ Wenn eine Gruppe etwa eine Fallstudie bearbeitet, gibt sich der BWLer häufig mit einer nicht idealen Lösung zufrieden, wenn er auf diese Weise Zeit einsparen kann. Der Historiker hinterfragt stärker und verfolgt eher einen ganzheitlichen Ansatz. Dadurch braucht er zwar länger, kommt aber auch auf ungewöhnlichere Wege und Lösungen. Ein Problem in der Tiefe beleuchten, schwierige Sachverhalte einfach ausdrücken, Schnittstellen besetzen – alles Fähigkeiten, die auch im Management gut ankommen.“

Was euer Studienfach über eure Persönlichkeit aussagt – „Nach Vedels Analyse sind Studierende von künstlerischen und humanwissenschaftlichen Disziplinen im Schnitt ängstlicher und weniger organisiert als ihre Kommilitonen aus den Ingenieurs-, Natur- und Rechtswissenschaften. Andererseits zeigten sich die Studierenden dieser oft als „weich“ bezeichneten Fächer – genau so wie Politikwissenschaftler – offener für Neues als BLWer, Juristen, Ingenieure und Naturwissenschaftler. Sie haben also tendenziell eine größere Bandbreite an intellektuellen Interessen.“

Macht endlich Schluss mit überhöhten Anforderungen an Berufseinsteiger! – „So viele „High Potentials“ die schon im Kindergarten wussten, dass sie mal erfolgreich im Bereich XY werden, den nötigen familiären Background für die obligatorischen Dauepraktika (unbezahlt) und Auslandsaufenthalte (teuer bezahlt) hatten kann es überhaupt nicht geben.“

Warum der Arbeitsmarkt Geisteswissenschaftler braucht – „Und nicht nur das Beherrschen dieser Techniken ist eine Errungenschaft des Studiums, sondern auch die Prozesse des Aneignens und Umsetzens selbst. Wenn du als Geisteswissenschaftler später eine Aufgabe übertragen bekommst, in die du dich vielleicht erst reinfuchsen musst, wird dir dieses Reinfuchsen vielleicht nicht mehr ganz so schwerfallen. Und in den meisten Berufen erwarten dich Aufgaben, die du nicht sofort allein aufgrund deines Hochschulwissens erledigen kannst.“

Kellnern, Kassieren, Promotion: 5 Gründe, warum ein „blöder Job“ doch ziemlich super ist – „In einem meiner „blöden Jobs“ gab es eine Abmahnung, wenn man sich dreimal 2 Minuten zu spät eingestempelt hat. Was mir dadurch eingetrichtert wurde, nennt sich auf Spießerdeutsch dann wohl „Arbeitsmoral“. Ich bin dennoch auch darüber ziemlich glücklich. Ich weiß, was harte, körperliche Arbeit bedeutet und wie gut ich es habe, da ich nun meine geistigen Fähigkeiten mehr einsetzen kann. Dennoch möchte ich keinen meiner (wirklich gar nicht) „blöden Jobs“ missen, denn ohne sie wäre ich heute ein anderer und höchstwahrscheinlich unglücklicherer Mensch.“

Warum Quereinsteiger immer gefragter werden – „Diese Firmenphilosophie bewirkt, dass wir – auch als IT-Unternehmen – gegenüber Quereinsteigern sehr offen sind und diese in unserem Unternehmen willkommen heißen. Mehr noch: Wir schätzen ihre individuellen Stärken und wissen diese einzusetzen. Zum Beispiel in führenden Positionen im Sales-Bereich: Gerade Geisteswissenschaftler erzielen hier hervorragende Resultate, indem sie die kommunikativen Bedürfnisse ihres Gegenübers problemlos erkennen und darauf eingehen. Und das sehen auch viele andere Unternehmen aus technologischen Bereichen so. Also, lieber Geisteswissenschaftler: Sei mutig und bewerbe dich!“

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