Surftipps August bis Oktober 2016

Hier findest du meine Surftipps von August bis Oktober 2016, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Zweifel gehören zum Leben dazu – warum sie nicht zum Beruf machen? – „Geisteswissenschaftler sind meist vielseitig interessierte Menschen, die mit den Einschränkungen anderer Fächer nicht klarkommen würden. Genießt also eure vielfältigen Interessen und engagiert euch schon im Studium in eine Richtung, die ihr euch, sagen wir mal, für die ersten fünf Jahre nach dem Studium auch beruflich vorstellen könnt.“

So klappt es mit dem Trainee-Job – „Von Bewerberinnen und Bewerbern für eine hochwertige Traineestelle, egal in welcher Branche, wird in der Regel ein guter bis sehr guten Hochschulabschluss erwartet – der Bachelor ist zumeist ausreichend. Außerdem wird oft Erfahrung in Form von Praktika oder erster Berufseinsätze vorausgesetzt. Gute Fremdsprachenkenntnisse gehören ebenfalls zum Anforderungsprofil. Längere Auslandserfahrung wird deshalb gern gesehen, ebenso wie soziales Engagement. Auch Projektmanagement-Erfahrung, eine hohe Eigenverantwortlichkeit, kaufmännisches Denken und sicheres Auftreten wird in mancher Stellenanzeige genannt. Offenheit und Flexibilität sind entscheidend.“

Weltliteratur gescannt – „Selten konnte man von einem Sachbuch, das bereits zum Zeitpunkt seines Erscheinens veraltet ist, so viel lernen. Franco Moretti, Leiter eines „Literaturlabors“ an der Stanford University, liefert in seiner Aufsatzsammlung ein historisches Lehrstück über die Neuorientierung der Geisteswissenschaften in einer globalisierten und digitalisierten Umwelt.“

Jobs in Verlagen – „Eine vorgeschriebene Ausbildung, um beispielsweise eine Anstellung als Lektor/in oder Redakteur/in zu finden, gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Berufsfeldern nicht. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Mitarbeit in einem Verlag ist jedoch ein ausgeprägtes Interesse an literarischen Werken. Dabei genügt es nicht, nur viel und gern zu lesen. Bei einer Bewerbung ist auch ein Verständnis für ökonomische Vorgänge und Veränderungen der jeweiligen Marktsituation ein deutlicher Pluspunkt. Darüber hinaus schadet es nicht, auch technisch versiert zu sein, was zum Beispiel den wachsenden Markt der E-Books betrifft oder die redaktionelle Aufbereitung von Produkt- und Katalogseiten für das Internet.“

„Ich verwandle meine Botschaften in Geschichten“ – „Die Kommunikation mit den Mitarbeitern rückt immer mehr in den Fokus. Wenn die Mitarbeiter vom Unternehmen überzeugt sind und alle Entscheidungen mittragen – da sie ihnen gut kommuniziert wurden –, vermitteln sie das nach außen. Deshalb wird mehr kommuniziert und in verschiedenen Channels: nicht nur lange Mails, sondern direkte Gespräche und schnelle Kommunikation über Tools wie Slack. Außerdem wird die Kommunikation auf jeden Mitarbeiter persönlich zugeschnitten, weil jeder eine andere Quelle der Motivation hat.“

Krise der Kreativen: „ARD und ZDF werden ihrer Verantwortung nicht gerecht“ – „Nur, wenn geltende Regeln umgesetzt werden. Anders als in anderen Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft gibt es die nämlich bei den Film- und Fernsehschaffenden. Dort existieren Tarifverträge, urheberrechtliche Regelungen und nicht zuletzt ein gebührenfinanziertes System. Das Problem: All das schlägt sich nicht auf die Bezahlung nieder, auch weil Berufseinsteiger vor allem mit der Umgehung geltender Honorarregelungen punkten können. Wir befinden uns in einer Endlosspirale nach unten.“

In der Digitalbranche warten die Jobs der Zukunft. Gerade auch für Einsteiger – „Ich persönlich habe fast alles, was ich kann, ,by doing‘ gelernt und kann deswegen auch nur das empfehlen. Klar, auf Events und in Seminaren (auch an Hochschulen), kann man viel Inspiration gewinnen, aber wirklich Experte wird man nur dann, wenn man etwas umsetzt.”

Verstaubte Strukturen: Wie alte Männer die Lust an Literatur vermiesen – „Viel zu spät habe ich gemerkt, dass das Literarische Quartett uns, liebe Literatur, auseinandertreibt. Wir waren uns fremd geworden, weil die, die dich zu einem Betrieb gemacht haben – zu einem Bordell der schönen Künste – ihre Zähne in dich geschlagen haben, um über dich zu reden, wie über eine Hure, die mal gute, mal schlechte Dienste verrichtet. Ich dachte wir hätten das hinter uns, selbstgefällige alte Männer, die ihre Macht demonstrieren und längst nicht mehr dich, sondern sich selbst am liebsten im Spotlight sehen, geblendet von ihren zahlreichen und doch nichtssagenden Auszeichnungen.“

13 nüchterne Wahrheiten zur Zukunft der Arbeit, an denen wir nicht vorbeikommen – „Was am besten für die Volkswirtschaft ist, ist nichts zwangsläufig auch am besten für das gesellschaftliche oder individuelle Wohl. Ein Telefonvertreter, der acht Stunden am Tag alten Leuten durch bewusste Irreführung hochgradig überteuerte Mobilfunkverträge verkauft, ist im traditionellen volkswirtschaftlichen Sinn ein besserer und produktiverer Mensch als jemand, der acht Stunden am Tag Musik komponiert und ab und an für ein paar Gratisgetränke in einer Kneipe spielt. Dieser gilt gemeinhin als „faul” (da nicht erwerbstätig, nicht zum Bruttoinlandsprodukt beitragend und womöglich sogar staatliche Unterstützung beziehend).“

Post Your Thoughts