Surftipps Dezember 2015

Hier findest du meine Surftipps aus dem Dezember 2015, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Heilpraktikerin und Yogi – „In den letzten Wochen fiel mir in meiner Freizeit eine Kombination von “Geisteswissenschaftlern in der freien Wirtschaft” ins Auge, der ich erst Wert beimaß, als ich sie häufiger antraf: eine Germanistin, die Heilpraktikerin für Psychotherapie ist, eine Historikerin, die Yogalehrerin ist, ein Germanist, der eine Yogaschule gründete.“

Der Geisteswissenschaftler, das meinungslose Wesen? – „Nachwuchswissenschaftler und junge Mitarbeiter etwa in Museen scheinen also von Beginn ihrer Karriere an damit indoktriniert zu werden, nicht vom herkömmlichen Weg abzukommen, jedwedem Feenstaub auszuweichen und stets die Hierarchiegrenzen zu beachten. In Hinblick auf nur wenige befristete Stellen – zu finanziell, inhaltlich und strukturell oft schlechten Bedingungen – herrscht doch oft die Angst vor, man könne mit Meinungskundgabe die eigene Reputation und Karriere riskieren. Die wenigsten würden beispielsweise die Umstände einer Anstellung in einem Vorstellungsgespräch bemängeln.“

Karte zeigt öffentliche Bücherschränke in deiner Nähe – „Öffentliche Bücherschränke stehen an frei zugänglichen Orten und bieten kostenloses Lesematerial für alle – und zwar in vielen Groß- und Kleinstädten weltweit. Eine digitale Karte hilft, Bücherschränke in der eigenen Umgebung zu finden.“

Keine Angst vor Geisteswissenschaften – „Und pünktlich zum Ende meines Studiums stehe ich jetzt also an dem Punkt, an dem ich ganz genau weiß, was ich damit anfangen möchte und was nicht. Und ich bin sehr froh darüber. Ich bereue es nicht, ein paar Jahre länger studiert zu haben als andere, denn ich habe durch meine Ausflüge in die Arbeitswelt so viel gelernt, was ich an der Uni allein nie gelernt hätte.“

Diese 29 Bücher solltet ihr lesen, bevor ihr 30 werdet – „Die Zeit zwischen dem 20. und dem 30. Geburtstag ist perfekt dafür, um herauszufinden, wer ihr seid und was ihr im Leben erreichen wollt. Unsere amerikanischen Kollegen von Business Insider haben sich nach genau solchen Hilfestellungen umgesehen und eine Bücherliste zusammengestellt. Auf ihr findet ihr lehrreiche, aufmunternde und unterhaltsame Werke, die euch auf eurem Weg zu euch selbst begleiten und ihn etwas leichter machen können.“

Das alles kann ich nicht – „Hofert wollte es wissen und führte gemeinsam mit einem Klienten, einem kaufmännischen Leiter Mitte 40, ein Experiment durch: Auf die Rubrik „Was ich kann“ in der er seine Stärken aufzählte, folgte in seinem Lebenslauf der Abschnitt „Was ich nicht kann“. „Selbstdarstellerisch präsentieren, programmieren, verhandlungssicher Französisch sprechen“, stand dort.
„Klar war das für ihn ein Risiko“, sagt Hofert. „Aber dass man etwas nicht kann, heißt ja nicht, dass man es nicht lernt.“ So formulierte es auch der Kaufmann in seinem Anschreiben. Die Bewerbung schickte er an rund 50 Unternehmen, ein Viertel davon lud ihn zum Vorstellungsgespräch ein. „Ein gutes Ergebnis „, sagt die Karriereberaterin.“

Verkauft euch nicht unter Wert! – „Ja, der Leiter hat Recht mit seiner Behauptung: „Schuld seid ihr selbst!“ Ein Lohnverzicht mag euch Berufsanfänger/-innen zu einem schnellen Job verhelfen. Aber ich tut euch selbst und auch euren Berufskolleg/-innen damit keinen Gefallen.“

Geschichte studiert und dann? – Heute möchte ich euch den Blog „Geschichte studieren – und dann?“ der TU Darmstadt vorstellen:
„Wird man gefragt, was denn nach dem Studium auf einen akademisch ausgebildeten HistorikerIn zukommt, hat man entweder die Möglichkeit etwas von Archiven, Museen oder Denkmalschutz zu erzählen, sich als dem Lehrbetrieb verpflichtet darzustellen oder dem unterstellten Zynismus des Gegenüber zuvor zu kommen und den bereits absolvierten Taxischein zu erwähnen. Anders als das Geschichtsstudium auf Lehramt, muss das Berufsfeld des Historikers mühsam gesucht, gefunden, verworfen und wiederentdeckt werden. Auch wenn gerade diese Unbestimmtheit immer mal wieder zu Krisen während des Studiums führt, liegt doch vielleicht darin auch die Stärke der Studienwahl. Zumindest, und das konstatiert immerhin die FAZ, haben GeschichtswissenschaftlerInnen deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als andere GeisteswissenschaftlerInnen. Es scheint, als müsse man nur wissen wie? Vielleicht können die hier zusammengetragenen Informationen und Denkanstöße bei einigen Unsicherheiten und Fragen, die sich auf dem Weg zur Berufswahl und auf der Zielgeraden des Berufseinstiegs stellen, behilflich sein.“

Wie wird man eigentlich Finanzjournalistin | Im Interview: Anja Kohl – „Ihr Studium der Germanistik, Politikwissenschaften und Publizistik begann sie in Bamberg. Als Kind wollte sie eigentlich Lehrerin werden. „Ich hatte immer den Wunsch, etwas zu vermitteln und zu erklären“, erzählt sie. Ihr Berufswunsch „Journalistin“ entwickelte sich aus diesem inneren Antrieb heraus.“

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