Surftipps Februar 2015

Hier findest du meine Surftipps aus dem Februar 2015, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Studenten, bleibt zu Hause! – „Deshalb muss es ein Recht auf leere Stuhlreihen geben. Ein Recht darauf, Prioritäten zu setzen, selber zu entscheiden, wann und wo und bei wem man lernen möchte. Ein Recht, nicht zu Professoren zu gehen, die nur von ihren Folien ablesen. Ein Recht, diese Zeit zu nutzen, um sich in Kurse zu setzen, die nicht im Verlaufsplan stehen oder mal ein Buch zu lesen, das nicht zur Pflichtlektüre gehört. Und schlussendlich sogar das Recht, eigenverantwortlich zu entscheiden, einfach mal faul zu sein.“

Geisteswissenschaften, und dann? – „Der Geisteswissenschaftler ist das Schweizer Taschenmesser des Arbeitsmarktes – überall und universell einsetzbar“, sagt Rouven Sperling, Vorsitzender des Career Service Netzwerk Deutschland.

Sogar Angst hat ihren Wert – „Wenn ich an der Hochschule von Anbieter und Kunde spreche, dann zahlt der eine, und der andere liefert. Dass hinter dieser Beziehung aber mehr steckt als Ökonomie, das fällt völlig unter den Tisch. Das ist eine Verarmung. Ein Student sagte mir einmal deutlich: Ich werde an der Universität wie ein Produkt behandelt. Ich bin aber ein Mensch.“

6 Thesen zur Zukunft des Journalismus – „Die Zukunft des Journalismus – manchmal klingt diese Formulierung wie der blanke Hohn. In Zeiten, in denen 16-jährige YouTuber mehr Visits und Klicks generieren als die Top-Medien großer Verlagshäuser und alle in Deutschland ihren Blick in die USA richten. Die Frage nach der Zukunft trägt sie dabei immer in sich: die Angst. Vor Veränderung, vor dem Niedergang des Traditionellen, vor dem Verlust der Umsätze, wie sie die klassische Printwelt gewohnt wahr. Aber es findet auch eine Friedensbewegung statt: Print- und Online-Redaktionen finden zusammen und machen sich Gedanken, wie sie sich zukünftig gemeinsam aufstellen können. Schlussendlich gilt noch immer: Content ist King. “

Wie wir verlernt haben, das Leben zu genießen – „Denn das Leben zu leben, es zu genießen mit all seinen kleinen Glücksmomenten, das scheint ausgerechnet in unserer Wohlstandsgesellschaft immer schwieriger zu werden. […] Das Fazit aus derlei Tristesse kann eigentlich nur lauten, ab und an beherzt über die Stränge zu schlagen, das Maß zu überschreiten, sich im Augenblick zu verlieren. Auch mal unvernünftig zu sein!“

Lasst uns Profis der Skepsis werden – „Denn gerade wir jungen Geisteswissenschaftler sind es, die unser eigenes Metier verleugnen, wenn wir so tun, als gäbe es kein Jenseits der Hochschulen. Wir beschneiden unser Können, solange wir nicht den Mut fassen, öffentlich kundzutun, was wir anzubieten haben. Uns mag eine enorme berufliche Unsicherheit umgeben, und manchen von uns lässt sie wie die Maus vor der Schlange erstarren. Aber warum führt diese Ungewissheit dazu, dass wir Vertrauen in unsere Fähigkeiten verlieren?“

Wieso Netzwerken Menschen erfolgreicher macht – „Aktives Netzwerken vereinfacht den Kontakt zu Entscheidern – egal ob es um die Karriere oder das eigene Business geht. Damit ist im Grunde genommen schon alles gesagt: Wer sich im Business erfolgreich bewegen möchte, sollte es beherrschen, diese Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und zu nutzen. Dennoch gibt es in meiner Beobachtung nur sehr wenige Frauen, die bewusst und zielgerichtet ein eigenes Netzwerk aufbauen.“

Für eine Universität ohne Mitarbeiter – „Aber genau so läuft es in vielen Fächern an der deutschen Universität. Man wird irgendwann Professor, oder man wird auf lange Sicht überhaupt nichts. Der Skandal besteht nicht zuletzt in einer unglaublichen Verschwendung von Ressourcen. Die Leute, die hier auf der Strecke bleiben, mussten ja erst einmal zu den allerbesten ihres Faches gehören, um überhaupt so weit zu kommen.“

Die Joker der Wirtschaft. Warum Geisteswissenschaftler ökonomisch wertvoll sind – „Gerade weil sie für keinen speziellen Job ausgebildet werden, können sie häufig besser mit neuen Situationen, Komplexität und Problemanalysen umgehen und frischen Wind in die Unternehmensabteilungen bringen. Sie verknüpfen vorhandenes Wissen mit neuen Erfahrungen, und ihr Gehirn ist rund um die Uhr geöffnet. Sie leben für ihre Idee. Konkurrenz macht ihnen keine Angst, denn es geht ihnen nicht um Auseinander-setzen, sondern um Zusammen-setzen. Wer im digitalen Zeitalter Innovationen erzeugen will, braucht Menschen mit einem solch beweglichen Geist.“

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