Surftipps Februar 2016

Hier findest du meine Surftipps aus dem Februar 2016, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Warum wir Journalisten falsch ausbilden und wie das die Zukunft der Medien gefährdet – „Immer wieder heißt es, Journalisten würden ihren Beruf nicht wählen, um Geld zu verdienen, sondern um einem höheren Interesse zu dienen — oder aus Passion. Das ist nicht falsch und war zumindest solange zu akzeptieren, wie ihre Arbeitgeber, die Medienhäuser und Verlage, ihr Geschäftsmodell im Griff hatten. Solange ein Journalist sich nicht dafür interessieren musste, wie das Geld auf sein Konto kam, konnte man sich diesen Luxus durchaus leisten. Doch diese Zeiten sind vorbei.“

„You can get it if you really want“. Was für ein Quatsch – „Wenn Sie deshalb auf die Frage „Was erwarten Sie von Ihrem Leben?“ so etwas sagen wie: „Ich will glücklich sein, eine tolle Familie haben und einen Job, den ich mag“, ist das völlig beliebig. Nichts, was Sie von anderen unterscheidet. Wie wäre es mit einer interessanteren Frage? Einer, über die Sie vielleicht noch nie nachgedacht haben? Nämlich: Welche Entbehrungen wollen Sie in Ihrem Leben erdulden? Wofür würden Sie sich ein Bein ausreißen? Die Antwort sagt viel mehr über die Weichenstellungen in Ihrem Leben aus.“

Warum SEO im Journalismus so wichtig ist – „Muss ich als Journalist nicht sogar wissen, wie mein möglicherweise mühsam recherchierter und jedenfalls mit einer gewissen Mühe erstellter Inhalt bei Suchmaschinen aussieht? Liegt es nicht in meinem ureigensten Interesse, damit möglichst auch den letzten Menschen zu erreichen, der in fünf Jahren einen der entscheidenen Suchbegriffe in einen Suchschlitz tippt? Insbesondere, wenn wie bei den meisten großen journalistischen Online-Medien zwischen einem Viertel und der Hälfte aller Nutzer über Suchmaschinen auf die Inhalte klicken? Mir persönlich ist es völlig unverständlich, wie einem das als Journalist egal sein kann.“

Online ist streikbereit – „Bisher verdienen die Onlineredakteure laut Betriebsrat im Schnitt rund 10.000 Euro im Jahr weniger als ihre Printkollegen. Doch die Verlagsspitze sperrt sich, das zu ändern.
Dass Onlinejournalisten schlechter bezahlt werden als ihre Printkollegen, ist in vielen Verlagen an der Tagesordnung. Lange Zeit haben die Onliner das hingenommen, auch weil es historisch so gewachsen war.“

Sind wir bald da? – „Außerdem steigt mit jedem Tag der Druck, eine Entscheidung zu fällen – weil das Geld knapp wird, die Eltern drängen oder der Berater von der Bundesagentur für Arbeit die Wörter „Mobilität“ und „Flexibilität“ wie die unverzichtbaren Zutaten eines Zaubertranks preist. „Situationaler Imperativ“ nennen Psychologen diesen Druck – und „protektive Zielablösung“ die Strategie, sich ihm zu beugen und von seinen Zielen zu trennen. Motto: Hauptsache, irgendein Job, egal wo, egal wie. Eine Strategie, die man aber nur mit Vorsicht anwenden sollte, meint Haase. „Sich von Zielen zu lösen ergibt dann Sinn, wenn man sie tatsächlich nicht erreichen kann. Beim Übergang vom Studium in den Beruf aber ist die Ablösungsstrategie ungünstig.“ Heißt: Trotz Enttäuschungen und Absagen sollte man seine Ziele im Auge behalten. Selbst wenn sie erst einmal unrealistisch scheinen.“

Das sollen #WomeninBusiness sein? Was sich in der Stockfotografie ändern muss – „Wo sind denn all die Frauen, die sich täglich in ihrem Job abrackern, aber nicht immer top gestylt im Hosenanzug erscheinen? Diejenigen, die auch mal den Wecker überhören, in Windeseile Klamotten aus dem Schrank ziehen und sich die Haare erst im Auto auf dem Weg zur Arbeit kämmen? Diejenigen Frauen, die nicht ihre weiblichen Vorzüge in den Fokus stellen, sondern mit ihrem fachlichen Können bestechen? Und wenn schon Hosenanzug, warum dann schlecht sitzend?“

„Schlimme“ Nebenjobs: Warum sie nützlicher sein können, als ihr Ruf vermuten lässt – „Es muss nicht ausschließlich das Vorzeige-Praktikum bei der angesagten Agentur sein, das Uni-Absolventen eines Tages den Weg ins Unternehmen ihrer Träume ebnet. Das, was man getan hat, bevor man sich schließlich den langersehnten Job erarbeiten konnte, steht der Aussagekraft der fachlichen Kompetenz in nichts nach. Die Zeit an der Kasse, am Zapfhahn oder Messestand vermittelt Fähigkeiten ganz anderer und mindestens gleichermaßen relevanter Qualität – soziale Kompetenzen, die heute als sogenannte Soft Skills in keinem Leistungs-Portfolio eines Bewerbers fehlen dürfen.“

Es ist an der Zeit unseren Teil zur Integration beizutragen! – „Das Engagement der Drei-Seen-Schule Lindow hat uns sehr dazu inspiriert zur Integration von Flüchtlingskindern an deutschen Schulen auf einer höheren Ebene beizutragen. Flüchtlingskinder beteiligen sich am UnterrichtAls junge Firma können wir jedoch nicht unendlich kostenlose Übersetzungen anfertigen. Daher werden wir zur Unterstützung dieses und weiterer Schulprojekte ein Team aus ehrenamtlichen Arabisch-Übersetzern aufbauen und den Übersetzungsservice allen interessierten Schulen kostenlos über unsere Plattform zur Verfügung stellen.“

Absolventen am Arbeitsmarkt gefragt – „Entscheidend sind bei einer Bewerbung nicht unbedingt die Abschlussnote, sondern die Schwerpunkte, die sich ein Bewerber im Studienverlauf gesetzt hat. Von den Anwärtern werden sowohl Englischkenntnisse als auch Praktika und Berufserfahrung erwartet. Großen Wert legen die Personaler immer mehr auf Soft Skills. Für 91 Prozent liegen Eigeninitiative, Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft an der Spitze. Kommunikations- und Teamfähigkeit folgen auf den Rängen zwei und drei.“

Die vielleicht lustigste Bewerbung der Welt – „Wie ist ein Bewerbungsschreiben aufgebaut, was gehört alles in einen Lebenslauf und wie präsentiere ich mich am besten auf einem Bewerbungsfoto? All das weiß diese Bewerberin nach eigener Aussage – das habe sie schließlich in der Schule gelernt – und doch hat sie sich entschieden, die Sache einmal ganz anders in Angriff zu nehmen.“

Deutschland, du brauchst mehr Arschlochfrauen – „Du bekommst eine Projektanfrage ohne Budget? Mach klar, dass du nicht mietfrei wohnst. Dass du auch mal Urlaub brauchst; dass du statt Fiat Panda im nächsten Sommer Mercedes mit Schiebedach fahren willst.“

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