Surftipps Januar 2015

Hier findest du meine Surftipps aus dem Januar 2015, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Mega-Trends 2015:  18 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr – „Was erwarten Leser auf einer Smartwatch von Journalisten wie uns? Wirklich ganz viele Eilmeldungen? Komplette Texte im Wort-Stakkato? Oder am Ende doch gar nichts Großes, weil sie fürs Informiertwerden lieber das Smartphone nutzen?“

Der „Krieg“ um die Talente ist eröffnet – „“Eine Lösung, gerade für den Mittelstand, bieten dagegen die vielfach unterschätzten Geisteswissenschaften an deutschen Universitäten. Interdisziplinär ausgebildet, fähig, sich schnell und gewissenhaft in die verschiedensten Branchen und Tätigkeitsbereiche vom Marketing über Projektplanung bis zur Kundenbetreuung einzuarbeiten, bieten Geisteswissenschaftler von heute weit mehr als akademisches Wissen um Kant und Hegel.“

„Arbeitszeugnissen glaubt niemand mehr“ – „Das hat zur Folge, dass fast alle Zeugnisse besser sind, als sie eigentlich sein müssten. Und die Konsequenz: Arbeitszeugnissen glaubt kaum jemand mehr. Viele Personalleiter oder potentielle Vorgesetzte greifen zum Telefon und fragen nach, ob sich der Bewerber im vorigen Arbeitsverhältnis bewährt hat. Bei zurückhaltender oder sogar negativer Antwort folgt die schnelle Absage.“

Ariadne von Schirach: „Du sollst nicht funktionieren“ – „Vielleicht stellt man dann im Bewerbungsgespräch beim nächsten Mal die Frage nach dem erfüllten Leben, statt die Frage nach dem Fünf-Jahres-Plan und hofft, dass die auf Anpassung trainierten Absolventen auch darüber schon einmal nachgedacht haben.“

Die Top 10 Karriereziele 2015: Deutsche wollen chillen statt klotzen – „Etwas überraschend sind die Neujahrsvorsätze deutscher Arbeitnehmer schon – angesichts der steigenden Arbeitsbelastung und der Zunahme von Burnout-Erkrankungen vielleicht aber doch nicht: In diesem Jahr wollen die Deutschen ihre Karriere eher ruhiger angehen, wie die von Manpower erstellte Top 10 der Karriereziele 2015 illustriert. Jeweils 36 Prozent der befragten 1.000 Bundesbürger wollen „die Arbeit lockerer sehen“ sowie „nach Feierabend besser abschalten“ können.“

Das Märchen vom Akademisierungswahn – „Unternehmen wie Bildungsträger müssen sich zudem auf fließende Übergänge zwischen beruflicher Lehre und Wissenschaften einstellen, auf ein Bildungswesen, in dem es keine sauber getrennten rein theoretischen und rein praktischen Bildungsgänge mehr geben wird. Neben fachlichen Spezialkenntnissen wird die Fähigkeit wichtiger, stets neu zu lernen, Zusammenhänge zu erkennen und selbstständig zu handeln.“

Die Einzelkämpferin – „Geld ist nicht ihr einziges Problem. Behördengänge, neue Versicherungen, immer fehlt Nadja ein Ansprechpartner. „In meinem Vorlesungsgebäude habe ich häufiger gehört: Darum wird sich meine Mutter kümmern; Papa kauft mir das und das.“ Sie dagegen habe immer alleine Lösungen finden müssen.“

„Generation Relaxed“ übernimmt Führungsetagen – „Dieser Befund ist inzwischen statistisch belegt. „Karriere zu machen, ist nicht mehr en vogue.“ So fasste der Schweizer Headhunter Sandro Gianella den neuen Trend kürzlich zusammen – einer, der es wissen muss, denn das Machen von Karrieren ist sein Beruf. Und alle paar Wochen kommt eine weitere Umfrage heraus, die Gianellas erstaunlichen Befund bestätigt.“

Für so etwas wollen Sie Geld von uns? – „Er hatte schon früher das gemacht, was ihm Freude bereitete, er sich aber eigentlich gar nicht leisten konnte. Zum Beispiel Kunstgeschichte und Germanistik zu studieren. Gedanken, was er mit dieser Fächerkombination beruflich einmal machen soll, hat er sich nach eigener Aussage erst gar nicht gemacht. Das war vielleicht auch besser so. Taxifahrer? Museumspädagoge? Als Germanist konnte man alles werden – und nichts. Irgendwie würde er schon Geld verdienen. Er überlegte, zu promovieren, da kam das Angebot für ein Verlagspraktikum.“

Danke für (fast) nichts – „Was mich jetzt im Nachhinein betrachtet aufregt, sind all die Unternehmen, die Leute Vollzeit für ein Arschloch-Drecks-Praktikumsgehalt arbeiten lassen und dann noch erwarten, dass man schön lächelt und Danke sagt. Ja, danke für nichts nämlich.“

Thomas Sattelberger: „Teilhaben ist die neue Wertschöpfung“ – „Aber die Suche nach dem Heil im Privatleben folgt einer falschen Motivation. Es ist nicht die Entscheidung für mehr Privatleben. Sondern eine Entscheidung gegen die vorherrschende Art, zu arbeiten. Ein Kompensat für das Verschwinden des Sinns ihrer Arbeit und damit Ausdruck tiefster Frustration über fehlende Entfaltungsmöglichkeiten im Unternehmen.“

Die Illusion der Berufsqualifikation – „Die Top-Kompetenzen, die Unternehmen von Hochschulabsolventen erwarten, sind Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, selbständiges Arbeiten, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit. Das Fachwissen ist zwar ebenfalls sehr wichtig, es wird aber nach Abschluss eines Fachstudiums als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Unternehmer wenden sich damit nicht gegen den Bachelor. Er hilft ihnen aber bei der Gehaltseinstufung ihres Personals.“

Raus aus der Passivität – „Ich bin immer wieder erstaunt. Die Fragen und Reaktionen nach den Vorträgen lassen darauf schließen, dass sich gerade die Geisteswissenschaftler/innen immer noch zu spät mit ihrem Arbeitsmarkt auseinandersetzen. Es wird immer noch viel verdrängt, verschoben und weggelächelt. Nach dem Motto „Ich werde sowieso Taxifahrer“. Dabei geht es um die eigene berufliche Zukunft!“

Jaleh Bisharat: „Flexibilität wollen heute alle“ – Jaleh Bisharat von oDesk (einer Plattform, die es Freelancern und Unternehmen weltweit ermöglicht zueinander zu finden), sagt: „Natürlich sind Universitäten immer noch wichtig, denn jeder sollte mehr über die Welt lernen, kritisch denken und schreiben können. Was heute aber nicht mehr gilt, ist, dass man die Universität verlässt und dann nie wieder lernen muss. Wir werden den Rest unseres Lebens Studenten sein.“

Post Your Thoughts