Surftipps November 2015

Hier findest du meine Surftipps aus dem November 2015, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Traumjob gesucht? Bloggen als Karrierestrategie – „Ich möchte das Bloggen nicht als „den heiligen Gral der Jobsuche“ darstellen, sondern schlichtweg als einen möglichen Weg zum neuen Traumjob. Einen Weg, der im Gegensatz zum üblichen Bewerbungen schreiben richtig viel Spaß macht!“

Digital ist besser / Man kann online auch zu wenig von sich preisgeben – „Ich gehe davon aus, dass jeder Personaler nach dem Lesen der Standard-Bewerbung den Namen der sich bewerbenden Person auch mal bei Google eingibt. Zum Beispiel, um bisherige Arbeiten oder Projekte genauer zu recherchieren, wenn es sich etwa um einen Freiberuflers handelt. Oder um nachzuschauen, wie aktiv und vernetzt eine Person ist, die sich um einen Posten in den Bereichen „Online-Kommunikation“ oder „Social Media“ bewirbt. Bei überraschend vielen Personen auf Jobsuche findet man dabei so gut wie gar nichts. Es ist erstaunlich, wie schlecht viele freiberufliche Projekte online dokumentiert sind und wie wenig sich Freiberufler um die Pflege ihrer eigenen Website kümmern — falls diese überhaupt existiert.“

Geistes- und Sozialwissenschaftler sollten selbstbewusster auftreten – „Geistes- und Sozialwissenschaftler kennen sich in einem Bereich aus und können auf dieser Basis Einschätzungen treffen. Das ist wichtig, weil wir von innovativen Berufsfeldern sprechen, bei denen in der Regel noch nicht klar ist, was sich morgen, übermorgen und insbesondere langfristig entwickeln wird. Juristen, Volkswirte und BWLer haben nicht so einen universellen Blick auf die Dinge, sie sind viel deutlicher auf ein bestimmtes Thema fokussiert.“

„First you pay, then you eat!“ Viral-Video zeigt, warum niemand gerne umsonst arbeitet – „Würde euch ein Bäcker erst mal ein Brötchen umsonst geben, damit ihr die Qualität begutachten könnt? Oder fändet ihr es fair, wenn ihr für euren ersten Besuch in einem Restaurant nichts bezahlt und erst bei der nächsten Bestellung Geld auf den Tisch legt? Die Antwort auf beide Fragen dürfte ein klares „Nein“ sein. Dabei wird genau das immer wieder von Kreativarbeitern in Form unbezahlter Pitches gefordert – und es wird geliefert.
Die Absurdität dieser Situation hat die Agentur Zulu Alpha Kilo jetzt in einem Video, auf unterhaltsame Art und Weise aufbereitet.“

Toller Job, perfekte Ehe, schickes Haus – ich halte das für eine Illusion – „In der heutigen Arbeitswelt, aber auch im Privatleben setzen wir uns viel zu sehr selbst unter Druck. Wir müssen meiner Meinung nach lernen, häufiger „Nein“ zu sagen. Wir sollten uns auf einige wenige Dinge konzentrieren und diese richtig gut erledigen. Schließlich geht es auch um Qualität.“

Abi und dann? Die neue Spießigkeit – „Das Mädchen mit einem Faible für Kunsthistorik kommt eingeschüchtert aus der Berufsberatung und will zwei Wochen später plötzlich Sozialökonomie studieren. Woher kommt diese Unsicherheit? Sind es die Medien, die uns tagtäglich wissen lassen, dass die Welt immer droht unterzugehen? Und was ist unsere Antwort darauf: Festanstellung!“

Leserfrage: Wie werde ich als freier Journalist erfolgreich? – Sich mit 16 schon über die berufliche Zukunft informieren… Hut ab! In dem Alter hatte ich andere Flausen im Kopf. Nichts desto trotz gibt der freie Journalist Timo Stoppacher hier ein paar gute Tipps.

Berufsorientierung: Diese 12 Tests helfen – „Die Berufsorientierung ist ein komplexer Prozess, bei dem Sie als angehender Student oder Azubi sowohl Ihre schulischen Leistungen und Ihre Affinität für bestimmte Themen und Bereiche, als auch Ihre Persönlichkeit und Interessen im Blick haben sollten. Die im Folgenden vorgestellten Berufsorientierungstests können Ihnen dafür eine gute Grundlage bieten. Sie sollten die Ergebnisse jedoch immer mir gesundem Menschenverstand analysieren und niemals als definitive Festlegung sehen. Die Entscheidung über Ihre berufliche Richtung treffen schlussendlich Sie.“

Lese lieber ungewöhnlich – „Faktisch sind Lesen und Denken Praxisformen, die ganz und gar nicht einfach sind. So ist etwa das Lesen in den Geisteswissenschaften eine schwierige, in einem mehrjährigen Studium überhaupt erst zu erlernende Sache. Und noch dazu eine voraussetzungsreiche: Das Lesen hängt nämlich auch in den Geisteswissenschaften von medialen und institutionellen Infrastrukturen ab. Kein Lesen ohne die Archive, in denen die Quellen lagern; ohne die Verlage, die Forschung veröffentlichen, und die Bibliotheken, die sie dann vorhalten; ohne die Kataloge und Datenbanken, die diese Bestände überhaupt erst handhabbar machen.“

Die können was! – „Die „Schmetterlingszähler“ werden geschätzt, weil sie breit gebildet und damit vielseitig einsetzbar sind. Das erklären sämtliche Studien zum Thema. Im Studium lernen sie analytisches Denken, Schreiben und Präsentieren; das spezifische Können lernen sie on the Job.“

8 Sätze, die ein Texter für unter 5 Cent pro Wort nicht hören will – „Es scheint so, als würde allen Firmen erst am Freitag kurz vor Feierabend einfallen, dass sie am Montag den Text für ihre Startseite brauchen. Was das über die Firma aussagt, tut hier ja nichts zur Sache. Natürlich ist mir klar, dass ich als Freelancer auch am Wochenende arbeite. Das Problem: Die Kunden aber nicht. Möglichkeit für Rückfragen? Fehlanzeige.“

„Hobbys: Lesen, Kino, Musik“? Langweilig! – „Dass man Taschenkrebse züchtet und leidenschaftlich Hacky Sack oder Fingerboarding betreibt, behält man lieber für sich. Und übrigens: Unangenehme und demütigende Nebenjobs im Studium, etwa der, das man als Huhn verkleidet für „Kentucky Fried Chicken“ in der Fußgängerzone herumlungerte, um Flyer zu verteilen, müssen ganz und gar nicht verschwiegen werden – im Gegenteil. Sich während der Ausbildung sein eigenes Geld zu verdienen, verdient immer höchsten Respekt – fast egal, wie das passiert ist!“

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