Surftipps September 2014

Hier findest du meine Surftipps aus dem September 2014, die bei meiner persönlichen Recherche und Lektüre zusammen gekommen sind:

Sind die Hörsäle voller Duckmäuser? – „Es zwingt einen niemand dazu, Politik oder Geschichte zu studieren. Wir Lehrende gehen immer noch ganz idealtypisch von dem Studenten aus, der eine hohe innere Motivation hat. Speziell in den Geisteswissenschaften vermuten wir Idealisten, gerade weil Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge selten Top-Manager und Spitzenverdiener werden. Wir stellen aber oft fest, dass auch da Neugier und innerer Antrieb fehlen. Die Hauptmotivation sind die Noten und der Abschluss, den man möglichst schnell erreichen will.“

Warum Frauen sich oft nicht bewerben – „In einem internen Report hat Hewlett-Packard herausgefunden, dass männliche Mitarbeiter sich für eine Beförderung bewerben, wenn sie 60 Prozent der Anforderungen erfüllten, Frauen bewarben sich erst, wenn sie jeden einzelnen Punkt der Stelle mit ihren Qualifikationen matchen konnten – bei 100 Prozent.“

Warum dein „Wolfsrudel“ deinen Erfolg im Studium bestimmt – „Wenn du ein Wolf werden willst, dann musst du dich auch mit Wölfen umgeben.“

Wann dürfen Arbeitgeber Überstunden anordnen? – Egal ob ihr neben dem Studium arbeitet oder bereits fertig seid und Vollzeit eure Brötchen verdient: Kennt ihr eigentlich die konkreten Reglungen für Überstunden in eurem Unternehmen? Und: wird sich auch daran gehalten? Schön zu wissen ist auf jeden Fall folgendes: „Eine allgemein gehaltene Klausel, wonach mit dem Monatslohn alle Überstunden abgegolten werden, ist in der Regel unwirksam“

Total angepasst, wie gewünscht – „Deutschland wird seine Wettbewerbsfähigkeit nicht allein mit Prädikatsexamen erhalten, sondern mit kreativen Köpfen, die den Willen haben, Risiken einzugehen. Mehr und mehr werden Leute gefragt sein, die sich selbstständig in neue Themen einarbeiten und nicht nur auf Anweisung handeln; die komplexe Sachverhalte analysieren und vernetzt denken. Die Wirtschaft braucht Absolventen mit Persönlichkeit, die fähig sind zur Selbstreflexion, und die in der Lage sind, schnell zu lernen. Doch Persönlichkeit ist eine Frage von Zeit – und der Freiheit, sie zu entwickeln.“

Wie viel zählt die Abschlussnote? – „Bei Geisteswissenschaftlern nimmt die Abschlussnote eine geringere Bedeutung ein. Erste Berufserfahrung und tolle Referenzen sind in den meisten Fällen ein viel wichtigeres Auswahlkriterium. Belesene Fachidioten ohne Praktika werden sich meist den durchschnittlichen Absolventen mit einem beeindruckenden Lebenslauf geschlagen geben müssen. Trotzdem bleibt die Zensur ein Qualitätsmerkmal. Einige Arbeitgeber werden sicherlich darauf Wert legen, insbesondere wenn sich mehrere Kandidaten auf eine Stelle bewerben. Auch wenn es um eine wissenschaftliche Karriere geht, spielt die Note eine Rolle: Für ein Masterstudium und die Promotion ist sie eine der entscheidenden Zulassungsvoraussetzungen.“

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