Symposium: Gründerkultur in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Der politische Schwerpunkt der öffentlichen Förderung von Gründungen aus dem akademischen Bereich liegt traditionell auf technologieorientierten und kapitalintensiven Unternehmen. In Zeiten zunehmender Entmaterialisierung wirtschaftlicher Aktivitäten sowie infolge des unaufhaltsamen Aufstiegs der Wissensökonomie gewinnen jedoch auch nicht-technologieorientierte Gründungen immer mehr an volkswirtschaftlicher Relevanz. Ein erster Paradigmenwechsel zeichnet sich durch zunehmende Einbeziehung von geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven in unterschiedliche, zumeist weiterhin technologieorientierte Forschungsprogramme ab. Um ein solches Umdenken nachvollziehbarer und dadurch auch wirtschaftlich nutzbarer zu machen, ist es notwendig, die Gründungsaktivitäten mit Bezug zu den Geistes- und Sozialwissenschaften sichtbar zu machen und zu stärken.

Vor diesem komplexen Spannungsfeld widmete sich das vom Fraunhofer MOEZ in Kooperation mit der Universität Wrocław initiierte Projekt „Akademisches Unternehmertum in den Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland und Polen“ einer vergleichenden Analyse der Gründer- und Förderkultur in den Geistes- und Sozialwissenschaften beider Länder. Das länderübergreifende Forscherteam möchte diese Gelegenheit nutzen, seine Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Fokus der Konferenz stehen eine Analyse der Gründer- und Förderkultur in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Präsentation wirtschaftlich erfolgreicher Gründungsbiographien aus diesem Feld. Die Zusammenkunft von ausgewählten Experten bietet zudem ein offenes Forum, um Erfahrungen von Gründern, Methoden der Gründungsförderung sowie Strategien der Gründungssensibilisierung in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu diskutieren.

Das Symposium findet am 30.10.2014 von 10 – 16 Uhr im Social Impact Lab Leipzig statt. Weitere Details finden sich HIER in der Einladung.

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